CDU Borchen in der Presse
Wer gestaltet die Außenhülle des Außenaufzuges?
vom 12.2.2018

Die Fraktionen von CDU und Bündnisgrünen unterstreichen ihre Absicht, gemeinsam im Rat der Gemeinde und im Einvernehmen eine gute Lösung herbeiführen zu wollen. Neben der unteren Denkmalbehörde hat auch der Rat durchaus ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht, um für das ortsbildprägende Gebäude eine ansprechende Gestaltung zu entwickeln. Um diesen Prozess wieder in Gang zu bringen ist mit der Aufhebung des Baustopps auch wieder der erste Schritt gemacht. Auch wenn sich nach Aktenlage ergeben hat, dass nicht alles so verlaufen ist, wie es sein sollte, soll nun gezielt und zügig nach vorne geschaut werden.

Sicher ist: Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Der in diesen Zusammenhängen häufig herangezogene Vergleich zwischen billig und preiswert ist hinlänglich bekannt und es empfiehlt sich, die Investition an die notwendigen gestalterischen Herausforderungen anzupassen.

Insbesondere die Gestaltung der Außenhülle des Aufzuges, in Abstimmung mit dem Bestandsgebäude, am „Wohnzimmer Borchens“, ist sensibel und kreativ zu entwickeln. Es ist nicht hilfreich, von dem Wunsch nach einem schnellen Ende geleitet, damit aus dem Bauwerk eine „Verkleidungskiste“ zu machen.

Darüber hinaus sind die Aussagen zu einer Rechtsverbindlichkeit der jetzt vorgestellten Lösung mit leiterartiger Lärchenholzverkleidung nach Auskunft des Sprechers des LWL so  nicht ganz nachvollziehbar.

Beide Fraktionen wiederholen den in der Ratssitzung gemachten Vorschlag, dass zur nächsten Ratssitzung Vertreter des LWL eingeladen werden. Gemeinsam und nach entsprechender Würdigung von verschiedenen bildhaft gemachten Ideen zur Verkleidung soll eine mehrheitlich beschlossene Variante zur Ausführung kommen. Angesichts der verfahrenen Situation steht die Suche nach einem gangbaren Weg im Vordergrund. Neben der optischen Wirkung spielen auch Anschaffungskosten und Folgekosten eine Rolle.

In einer Situation, in der sich der Mallinckrodthof mit seiner über 300-jährigen Geschichte eines durch Pächterwechsel und Aufzugsneubaus deutlich gestiegenen Interesses erfreut, streben Bündnisgrüne und CDU Borchen eine gute und für alle Seiten einvernehmliche Lösung an. Der Schacht lässt sich (leider) nicht unsichtbar machen, dennoch soll für alle das bestmögliche Ergebnis aus der Ansichtssache erarbeitet werden, damit der Mallinckrodthof wieder zu dem wird, was er ist, einem wunderschönen historischen Gebäude, mit Gastronomie in einer sehenswerten Umgebung.  

Der Rat der Gemeinde Borchen hat die Wahl.