CDU Borchen in der Presse
Baugebiet „Unterm Hessenberg“
vom 09.7.2018

Nordborchen. Die Fraktionen von Grünen und CDU im Rat der Gemeinde Borchen sind sich einig: Es
überwiegen die Vorteile bei der Planung einer zweiten Zufahrt.
Die Planung für eine zweite Zufahrt gibt der Gemeinde die Möglichkeit, bei entsprechender
Entwicklung handeln zu können. Diese vorausschauende Planung versetzt die Gemeinde in die
Lage, die Baugrundstücke für das Baugebiet „Unterm Hessenberg“ wie vorgesehenen zu vergeben.
Lediglich ein Baugrundstück soll freigehalten werden, um eine spätere zweite Zufahrt zu
realisieren. Bis dahin werden nach Einschätzung der beiden Fraktionen noch etwa zwei bis drei
Jahre vergehen. Wie die Zufahrt zum Wohngebiet erfolgen wird, soll erst zu diesem Zeitpunkt
entschieden werden.
Bereits zu Beginn der Planung des Neubaugebietes „Unterm Hessenberg“ ist eine gutachterliche
Lärmprognose erstellt worden, mit dem Ergebnis, dass sich im Bereich Kreuzricke als einzige Zu- und
Abfahrt eine erhöhte Lärmbelastung für die Anwohner ergeben wird, erklären die beiden
Fraktionsvorsitzenden den Sachverhalt. Die Lärmbelastung bewegt sich nach Aussage des Gutachters
im oberen, gerade noch genehmigungsfähigen Grenzbereich. Aufgrund geänderter Vorgaben für den
Lärmschutz an Sportanlagen konnte das Neubaugebiet zusätzlich um weitere Grundstücke für
Wohnbebauung und Tageseinrichtung für Kinder erweitert werden. Durch diese weitere
Wohnbebauung sowie Bring- und Abholverkehr der KiTa ist mit einer weiteren Erhöhung des
Verkehrsaufkommens zu rechnen. Nun wird die KiTa statt wie bisher für drei sogar für vier Gruppen
geplant. Dieser Zuwachs auf vier Gruppen ist in dem aktuell vorliegenden Lärmgutachten noch nicht
in vollem Umfang berücksichtigt.
Nach derzeitigem Stand der Planung soll das Baugebiet nur durch eine Zufahrt aus nördlicher
Richtung über die Kreuzricke erschlossen werden. Aufgrund der geänderten Ausgangslage und dem
damit zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen ist auf Anregung der Grünen und der CDU
Borchen eine erneute gutachterliche Untersuchung zur Realisierung einer zweiten Zufahrt zum
Baugebiet erfolgt.
Das Gutachten zeigt die grundsätzliche Machbarkeit dieser Maßnahmen auf. Drei Optionen kommen
aus Sicht der Grünen und CDU hierbei in Betracht: Die Zufahrt über den Anhalter Weg; der Anschluss
an den Dahlbergweg über Mühlenweg und die alleinige Erschließung nur über die Kreuzricke. Zum
jetzigen Zeitpunkt ist es nicht sinnvoll, eine dieser Optionen endgültig festzuschreiben. Die
Verwirklichung der zweiten Zufahrt soll von der zukünftigen Verkehrsentwicklung im neuen
Wohngebiet und in den anliegenden Straßen abhängig gemacht werden. Die tatsächliche
Verkehrsentwicklung wird dann zugrunde gelegt und bewertet werden.
Von daher beantragen Grüne und CDU: Die Planung der zweiten Zufahrt soll mit der
Straßenausbauplanung für das neue Baugebiet zusammengelegt werden.
Die bis dahin vorliegenden, belastbaren Erfahrungswerte über das tatsächliche Verkehrsaufkommen
bilden dann die Grundlage für eine Realisierung der zweiten Zufahrt.