CDU Borchen in der Presse
Baugebiet „Unterm Hessenberg“ - Nahwärmeversorgung mit Blockheizkraftwerk
vom 15.9.2018

Christdemokraten, Grüne und die Freien sind sich einig: Für die Bauwilligen muss das bestmögliche Angebot im Vordergrund stehen.

Nordborchen. Im Rat sind sich alle einig, das Konzept der Nahwärmeversorgung im neuen Baugebiet ist mit der Technik eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) verbunden und an sich zukunftsweisend.

Und damit könnte es eigentlich so schön einfach sein: Das neue Baugebiet wird energieeffizient mit Nahwärme aus einem Blockheizkraftwerk versorgt und die in etwa 400 m Entfernung benachbarte Biogasanlage wird in das Konzept eingebunden. Mit diesem Versorgungskonzept, welches auch die vorhandenen (Energie-) Angebote vor Ort sinnvoll einbindet, wäre Borchen unter Nutzung von regenerativen Energien tatsächlich Vorreiter in Sachen Energieeffizienz und hätte damit ein Leuchtturmprojekt geschaffen. Die Vorteile für die Bauwilligen liegen ebenso auf der Hand. Mit der Einbindung der Energie aus der Biogasanlage erhöhen sich aufgrund der optimierten Wärmeversorgung die Förderquoten, was insbesondere für junge Familien eine deutliche Entlastung durch günstigere Fördermittel der KfW Bank und Einsparungen von Baukosten bedeuten wird.
Hinzu kommt, dass sehr viel CO² eingespart wird und überschüssige Wärme nicht einfach „in die Luft geblasen“ wird.

So einfach wird es aber wohl nicht: In der entsprechenden Verwaltungsvorlage heißt es, dass es nicht gelungen ist, mit den Eigentümern der landwirtschaftlichen Flächen eine Einigung zu erzielen. Das ist bedauerlich, finden die CDU Borchen, die Grünen und die Freien und regen die Beteiligten an, sich noch umgehend um eine konstruktive und zukunftsweisende Verhandlung zu bemühen. Wenn jeder will, sollte doch für jeden und für Borchen ein gutes Ergebnis zu erreichen sein.

Zudem ist im Weiteren vorgesehen, ein Grundstück mit rund 550 qm für das BHKW bereitzustellen und auf der verbleibenden Restfläche Elektroladestationen zu errichten. Das Vorgehen hört sich für den ein oder anderen vielleicht gut an, gleicht aber für uns doch eher einem Schildbürgerstreich: Da wird ein Grundstück „geopfert“ u. a. für Ladestationen, die fernab vom Ortskern nicht wirklich sinnvoll sind, da das Laden von zukünftigen E-Autos wohl eher in der eigenen Garage stattfinden wird.

Auch hier muss eine platzsparende Alternative erarbeitet werden, um möglichst viel Grund und Baugrundstücke für die Bauwilligen zu erhalten.